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Jetzt da Sie wissen, was Webservices sind und wie sie funktionieren, können wir uns an die Programmierung heranwagen. Im Folgenden schauen wir uns daher an, wie Sie sowohl SOAP- als auch REST-Webservices definieren und auf einem Server ausführen können. Sie werden sehen, dass das gar nicht so schwer ist. Fangen wir mit SOAP an.

Auf Clientseite

Zu jedem SOAP-Webservice gehört bekanntlich ja eine WSDL-Beschreibung mit folgenden Informationen:

• URL des Webservices

• Aufrufbare Operations (Methoden)

• Beschreibung der XML-Anfragen und Antworten

Dabei hat die WSDL-Beschreibung im Prinzip dieselbe Aufgabe, wie das Remote Interface bei RMI; sie legt fest, welche Funktionen ein Client aufrufen kann, welche Daten er an den Server schicken muss und welche Daten als Antwort zurück kommen. Auf Clientseite können anhand der WSDL alle Klassen generiert werden, die für den Aufruf des Webservices gebraucht werden. Der Befehl hierfür heißt wsimport und muss in einer Kommandozeile ausgeführt werden. Netbeans bietet aber auch eine GUI dafür.

Auf Serverseite

Auf Serverseite können aus der WSDL ebenfalls alle Hilfsklassengenerieren generiert werden, so dass Sie diese nur noch mit der Anwendungslogik ausfüllen müssen. Dieser Ansatz wird Contract First genannt, da man sich die WSDL wie einen verbindlichen Vertrag zwischen Client und Server vorstellen kann.

Einfacher ist jedoch der Code First-Ansatz. Hier schreiben Sie erst den Javacode und lassen sich daraus die WSDL generieren. Das tolle dabei ist, dass Sie nur eine einzige, simple Klasse programmieren müssen. Im Folgenden schauen wir uns daher nur diesen Ansatz an.